Open Call

Diversity Talks Pankow

Praktischer Austausch von, für, mit marginalisierten Künstler*innen

„Nicht-Weißsein, Queer Sein, eine bestimmte Kopfbedeckung zu tragen oder keine Akademiker-Eltern zu haben kann aktuell in der Kunst- und Kulturszene als eine moderne Form des Arbeitsverbots bezeichnet werden.“

TAGESABLAUF
11.00-12.00 Impulsvortrag: Kalsoumy Balde (Studentin der Soziologie) | Opening: Ulrike Düregger (Performing Artist, Singer/Songwriter, Leitung Total Plural e.V.), http://ulrikedueregger.de/ | Interaktion: Begriffe der Diversität
12.00 Künstlerische Intervention I: Lesung Zoran Terzić (Autor, Jazz-Pianist, Filmemacher, Poets of Migration http://www.poetsofmigration.de/)
12.00 – 14.00 Podiumsdiskussion mit anschließendem Publikumsaustausch. Teilnehmende Künstler*innen: Karina Villavicencio (Performancekünstlerin und Feministin),http://karinavillavicencio.com/, Zula Lemes (Tänzerin), Zoran Terzić (Autor, Jazz-Pianist, Filmemacher), Idil Bulbul (electronic -Musikerin), Anete Colacioppo (Performing Artist und Theaterleiterin Acker Stadt Palast), http://www.ackerstadtpalast.de/ Moderation: Andrea Magogi Förster (Schauspielerin, Medienwissenschaftlerin und Afrikanistin). Es werden z.T. Projektionen eingespielt von Arbeitsbeispielen der anwesenden Künstler*innen.
14.00 Künstlerische Intervention II: Musik Daisam Jalo und Ulrike Düregger (Oud & Gesang), 14.15-15.00 Pause 15.00 -17.30 Open Space: Verschiedene Arbeitsgruppen, mit u. a. Hamid Mohseni, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR Berlin) https://www.mbr-berlin.de/beratung/?lang=de, u.v.w.

2 Projektvorstellungen: Lots*innen in die Freie Szene (Projektkooperation von bbk, Léttretage, LAFT Berlin, musicpool, https://pap-berlin.de/lotsinnen/), PAF – Performing Arts Festival, https://performingarts-festival.de/de/performing-arts-festival-berlin. Die Tagesveranstaltung wird medial aufgezeichnet, Partner: Martin Peter (Kamera), filmarche e.V.


Zeit+Ort Fr., 22.11. 2019, 11.00 – 18.00 Uhr, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin. Eine Veranstaltung von Total Plural e.V., gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung Berlin. Anmeldung: info@totalplural.de (Ulrike Düregger)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, frauenfeindliche, genderfeindliche, homophobe, sexistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Inhalt

Künstler*innen mit einer sogenannten Migrationsgeschichte, oder anders, mit einer sogenannten „ethnischen Zugehörigkeit“, meist Fremdzuschreibungen und keine freiwillig gewählten Eigenbezeichnungen! Queere Künstler*innen, die Normen neu definieren! Kreative, die offen zu ihrer Religion stehen! Kulturschaffende, die aufgrund des Elternhauses nicht den klassischen Karriereweg hingelegt haben! Sie alle monieren mehr und mehr öffentlich, mit welcher Exklusion in der Kulturbranche sie in ihrem beruflichen Alltag zu kämpfen haben. Das Künstler*innentum, bekannt für prekäre Lebenssituationen per se, verschärft sich hier noch einmal um ein Vielfaches.

Wir wollen uns über Erfahrungen austauschen und laden Künstler*innen ein, die in Pankow leben/arbeiten und gerne auch Interessierte, die sich angesprochen fühlen: anhand von Rassismus, Queer sein, Klassismus und Religionsfeindlichkeit gibt es am 22.11.2019 Raum und Offenheit für einen praxisnahen Austausch. Welche Erfahrungen des Nicht-Zugangs, der Selektion und Diskriminierung werden gemacht? Welche erfolgreichen Handlungsstrategien und noch nicht erfüllten Wünsche stehen dem gegenüber? Das Ziel ist, in einem diskriminierungssensiblen Rahmen miteinander ins Gespräch zu kommen und Wege der Vernetzung auszuloten. Der Output könnten konkrete Forderungen an den Bezirk sein, wie das vorhandene Diversitätskonzept im Bereich Kunst & Kultur noch besser umgesetzt wird. Die Tagesveranstaltung will mit künstlerischen Interventionen, einer Podiumsdiskussion und Arbeitsgruppen in einem Open Space den Kulturstandort Pankow unter die Diversitäts-Lupe nehmen. 


Afrohouse-Tanzkurs

Unser neues Pilotprojekt: Ab 20. November 19 bieten wir euch immer mittwochs, 16.00-17.30, einen energetischen Afrohouse-Tanzkurs für verschiedene Altersgruppen an. Wir wollen diesen fantastische Stil auch in den Berliner Nord-Osten tragen und damit Empowerment über den Tanz vermitteln für eine Community, die sonst meist in anderen Stadtteilen danach suchen muss. Von erfahrenen Tänzern, u.a. Bildes „Billy“ Pinto (Bild oben) mit der aktuellen Musik rund um Afrohouse und Afrodancehall ausgestattet tauchen wir ein in diese absolut positiven Vibes. Ort: SJZ Lychi, Lychener Str. 75, 10439 Berlin. Anmeldung: info@totalplural.de


Afro-Deutsche Ateliers

Jeden 1. Sa./Monat, 15.00-17.00 Uhr, SJZ Lychi, Lychener Straße 75,10437 Berlin-Prenzlauer Berg

Wir laden alle Afro-Deutschen Berliner Kids zwischen ca. 4 und 10 Jahren mit ihren Eltern und gerne auch mit ihren weißen Freund*innen ein, gemeinsam mit uns zu singen, zu tanzen, Musik zu machen und zu malen. In der Pause gibt es wie immer Saft, Tee und Kaffee sowie Kekse, Knabberzeug und leckeren Austausch untereinadner ; ))

Idee der Afro-Deutschen Ateliers:
Wir, ein diverses Leitungsteam nationaler und internationerl Künstler*innen mit pluralistischem Handlungsleitbild, wollen mit und für Afro-Deutsche / BPOC Kinder ab dem Alter von ca. 4 Jahren, w/m/d, aus ganz Berlin, durch gemeinsames Kreativ und Aktiv sein wie tanzen, singen, malen, fotografieren, Musik machen etc. zur Stärkung der bi-kulturellen Identität beitragen. Es soll früh und spielerisch ein Grundstein für die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Identität gelegt werden. Wir ermuntern und bestärken Weiße und BPOC Elternteile, sich offen und lernend mit dem Thema Diversität auseinander zu setzen, sich Wissen anzueignen und sich zu vernetzen. Diesen Prozess begleiten wir gerne durch zusätzliche Informationen wie z.B. wertvollen Medienlisten (Kindermedien) u.A. Das Format „Afro-Deutsche Ateliers“ ist aus dem Format „Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin“ hervorgegangen, welches wir von 2005-2017 organisiert haben und 2011 einen Preis der Bundeszentrale für Politische Bildung erhielt. Der Unterschied zum neuen Format ist, dass wir auch Kursformate mit Disziplinen wie z.B. Bildende Kunst, Chorgesang, Fotografie anbieten. Seit 2019 laden wir auch NeuBerliner Familien mit afrikanischem Background zu den Treffen ein, um eine freundschaftliche Verknüpfung herzustellen. Dieses Projekt heißt „Afro-Culture Welcome“. Unser Verein fördert Kunst & Kulturprojekte sowie interkulturelle Erziehung & Bildung. Für Ideen, neue Künstler*innen und Unterstützung sind wir offen. Sprecht uns gerne an, mailt oder kommt einfach vorbei ; ))  

Rahmenbedingungen:

  • Unkostenbeitrag: 5,00€/ 1 Eltern+Kind; bei Mitgliedschaft im Verein frei (34,00€/Familie+Jahr, 24,00/ Alleinerziehende+Jahr)
  • Teilnahme ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen.
  • Alter: ca. 3- 10 Jahre; jüngere Kinder nutzen bitte die Krabbelgruppe

Afro-Culture Welcome

Wir bieten seit 2019 speziell für NeuBerliner Familien mit afrikanischem Background in Pankower Unterkünften oder auch Wohnungen direkte Unterstützung und ein Netzwerk an. Wir laden ein zu kreativen Angeboten wie Tanz, Musik, Malerei, Fotografie etc. für Eltern und Kinder, um Zugang zur neuen Umgebung und neuen Freunden zu finden. Auch führen wir durch unsere langjährige Erfahrung sehr fachkundige Anti-Rassismus-Workshops mit Kindern und auch Eltern in Unterkünften durch. Das Ziel dieser Workshops ist, ein friedliches Zusammenleben und ein besseres Miteinander in Pankower Unterkünften zu erreichen.

  • OFFENE Afro-Deutsche Ateliers: jeden 1. Sa. im Monat,
  • Anti-Rassismus-Workshops für Kinder und Eltern (2 Nachmittage à ca. 2,5h) in Pankower Unterkünften

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des bezirklichen Integrationsfonds des Bezirksamtes Pankow.


GRIMM HEUTE- Filmprojekt


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Rückblick: SDG – Sénégal Deutschland Générateurs – Internationaler Kulturaustausch

Im April/Mai fand die 2. Begegnung der beiden künstlerischen Teams aus Louga/SEN und Berlin/D statt, in der wir zum SDG Wasser und sanitäre Anlagen künstlerische Positionen erarbeiteten und am 05.05.2019 im TAK, Theater Aufbau Kreuzberg, die Performance präsentierten. Gefördert von Engagement Global, Programm „weltwärts – außerschulische Begegnungen im Kontext der Agenda 2020“ und LEZ, begleitet von der BKJ e.V.

Video auf YouTube

Titel:

SDG – Sénégal Deutschland générateurs – Kurzfilm