Wir konzipieren und realisieren vorurteilsbewusste Kinder-, Jugend- und Geflüchtetenprojekte mit künstlerischem Ansatz zur Stärkung bikultureller Identität, die stark von Diskriminierung betroffen ist!

Der Satzungszweck des Vereins Total Plural e.V. mit Sitz in Berlin-Prenzlauer Berg ist die Förderung interkultureller Erziehung und Bildung, Kunst & Kultur, Förderung der Kinder- und Jugendhilfe.

Mitgliedschaft LKJ-Berlin (2015), Anerkennung als freier Träger der Kinder-und Jugendhilfe (2015)

Auszeichnung | Preis: 2011 Preis „Aktiv für Toleranz und Demokratie vom Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Extremismus und Gewalt durch die Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB)

Afro-Deutsch bzw. Schwarz zu sein in einer weißen Gesellschaft, verbunden mit der Gemeinsamkeit einer weitgefassten Afro-Kultur, die alle Länder mit schwarzer Bevölkerung und Geschichte mit einschließt, bildet hier die Basis des Selbstverständnisses.

Belange Afro-Deutscher bzw. Schwarzer deutscher Kinder, Jugendlicher und Familien, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben, finden in Diskussionen um Migration kaum eigenständige Beachtung, daher auch keine spezielle Förderung. Dabei könnten die Herausforderungen,  Versäumnisse und der Mangel hinsichtlich Bildung und Stärkung der Persönlichkeit kaum drastischer sein. Probleme und Lücken für Familien der afro-deutschen bzw. schwarzen deutschen Community sind so mannigfaltig, dass sie durch viele Maschen der Integration fallen.

Daher macht es sich der Verein Total Plural seit 2005 zur Aufgabe, vor allem für die betroffenen Kinder und Jugendlichen kontinuierliche Aktivitäten anzubieten, die sie bereits ab ihrer frühkindlichen Entwicklung (ab dem 2. Lebensjahr) bis ins Jugendalter in ihrer bi-kulturellen Identität stärken. Ausgehend von einem laufenden Austausch mit den Familien entstand und entsteht eine Bestandsaufnahme des vielfältigen Bedarfs, der somit die Basis verschiedenster Formate und Projekte bildet.

Das Hauptziel ist, die einzelnen afro-deutschen bzw. schwarzen deutschen Familienmitglieder (Kinder, Jugendliche, Mütter, Väter, weitere Verwandte) selbst zu stärken, sodass sie ihren Platz in der deutschen Gesellschaft finden, indem ihnen ein laufendes Angebot als aktiver Handlungsort und als regelmäßiger Treffpunkt des Austauschs unter Gleichgesinnten zur Verfügung steht. „Afro-deutschen Familienalltag“ wollen wir wertschätzend sichtbar und positiv erlebbar machen und gemeinsam praxisnahe und leicht umsetzbare Bewältigungsstrategien bei Diskriminierung entwickeln.

Nachgeordnete Ziele sind, die allgemeine Gesellschaft (Nachbarn, PädagogInnen, Öffentlichkeit), Presse, Medien, Bildung und Politik auf die Belange dieser deutschen bi-kulturellen Community aufmerksam zu machen, sowie als Organisation Teil eines aktiven, interkulturellen Netzwerks zu sein und für eine pluralistische, demokratische und friedliche Gesellschaft einzutreten. Vor allem die „Brücken-Tätigkeit“, d. h. auch weiße oder andere bi-kulturelle Kinder und ihre Familien, die an der Förderung von Netzwerkarbeit und der Verbesserung interkulturellen Zusammenlebens interessiert sind, für die Belange zu sensibilisieren, ist ebenso wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Die Umsetzung dieser Ziele begann 2005 mit der Gründung der „Afro-Deutschen Spielgruppe Berlin“, einem monatlichen Empowerment-Treffpunkt. Das Handlungsleitbild ist es, selbstorganisiert, ressourcenorientiert, vorurteilsbewusst und partizipatorisch zu agieren. Seit 2009 gibt es den Verein, der mittlerweile auch weitere, eigenständige Schul- und KiTa-Projekte sowie Jugendtheaterprojekte und Beratungen anbietet. An der Schnittstelle zu interkultureller kultureller Bildung, globalem Lernen und Integration/Inklusion werden laufend Angebote, sowohl außer-, als auch innerschulisch, bisher in Berlin und Potsdam (Brandenburg), aber angestrebt und gewünscht auch bundesweit, in Form von diversen Formaten und Projekttypen angeboten.

Grundsätzlich sind die Aktivitäten offen für ALLE Menschen. Gewalt und Diskriminierung lehnen wir ab.