Ulrike Düregger & Compagnie

Mit ihrer wechselnden freien Gruppe realisiert Ulrike Düregger als freie Theatermacherin laufend künstlerische Produktionen, auch im Namen von Total Plural e.V., da der Verein als zweiten wichtigen Satungszweck „Kunst & Kultur“ verfolgt.

Inhalte, die in der Compagnie behandelt werden, kreisen häufig um die Themen  Diversität, Frauen, Gewalt. Düregger realisierte bisher fünf eigenständige Produktionen, z.T. mit Unterstützung des Goethe-Instituts Algier und der Deutschen Botschaft in Algerien, des Österreichischen Kulturforums in Berlin u. a. Gastauftritte führten sie zu internationalen Theaterfestivals u.a. nach Kurdistan-Irak, Jordanien, Algerien und in den Senegal und Dänemark.

Sie arbeitete mit künstlerischen Kolleg*innen aus Guadaloupe/ Frankreich, Kurdistan-Irak, Algerien, USA, Italien, Syrien, Senegal, Nigeria, Griechenland u.v.w. Ländern. In einem „Arts & Politics Dialogue“ verfolgt sie mit den Mitteln des modernen, interdisziplinären Sprechtheaters einen emphatischen, künstlerischen Zugang zu gesellschaftlichen Themen.

Auswahl

  • 2019 – Mitwirkung am Tanz-Theater Kirina von Serge Aimé Coulibaly, Rokia Traoré, Felwine Sarr, Festival Timbuktu is back, HAU Berlin
  • Wiederaufnahme von Female Refugees Warten auf Go.Dot, AckerStadtPalast
  • 2018 – Choreografie-Assistenz bei „Into the Dark“ von Jeanette Ehrlers im Maxim Gorki Theater, BEBOP-Festival, Alanna Lockward, Elena Quintarrelli
  • 2018 – Uraufführung Female Refugees Warten auf Go.Dot, AckerStadtPalast
  • 2018 – Vision of the Newcomers Reloaded – Black Berlin Biennale, mit AfroTak, Panda Theater Berlin
  • 2012-14 Schöne Neue Liebe/Les Meilleurs des Amour, Berlin, Algier, Bielefeld
  • 2010 – Death and the Maiden, Berlin, Kurdistan Irak, Algier

Ulrike Düregger ist Mitglied des LAFT, Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V. und engagierte sich in der DADA-AG, Diversitäts- und Anti-Diskriminierungs-AG des Verbands. Im Rahmen des Performing Arts Programm Berlin (PAP Berlin) des LAFT ist sie als freie Beraterin für Kulturelle Bildung tätig und war von 2013 bis 2019 ehrenamtliches Jury-Mitglied der Regionaljury Nord-Ost beim Programm des Bundesverband Freie Darstellende Künste, BFDK e.V., tanz+theater machen stark.

www.ulrikedueregger.de

www.pap-berlin.de/

www.laft-berlin.de/

www.darstellende-kuenste.de/de/

Filmtrailer jetzt online- Diversity Talks Pankow

Offener Austausch zu unserem offenen Austausch von, für, mit marginalisierten Künstler*innen

Trailer Diversity Talks

„Nicht-Weißsein, Queer Sein, eine bestimmte Kopfbedeckung zu tragen oder keine Akademiker-Eltern zu haben kann aktuell in der Kunst- und Kulturszene als eine moderne Form des Arbeitsverbots bezeichnet werden.“

Teilnehmer*innen: Kalsoumy Balde (Studentin der Soziologie) | Ulrike Düregger (Performing Artist, Singer/Songwriter, Leitung Total Plural e.V.), http://ulrikedueregger.de/ | Zoran Terzić (Autor, Jazz-Pianist, Filmemacher, Poets of Migration http://www.poetsofmigration.de/) |
Karina Villavicencio (Performancekünstlerin und Feministin),http://karinavillavicencio.com/ | Zula Lemes (Tänzerin) | Idil Bülbül (electronic -Musikerin) | Anete Colacioppo (Performing Artist und Theaterleiterin Acker Stadt Palast), http://www.ackerstadtpalast.de/ | Andrea Magogi Förster (Schauspielerin, Medienwissenschaftlerin und Afrikanistin |Daisam Jalo (Oud-Spieler und Musikethnologe) |Hamid Mohseni, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR Berlin) https://www.mbr-berlin.de/beratung/?lang=de | Lots*innen in die Freie Szene (Projektkooperation von bbk, Léttretage, LAFT Berlin, musicpool, https://pap-berlin.de/lotsinnen/), Friederika Tsai| PAF – Performing Arts Festival, https://performingarts-festival.de/de/performing-arts-festival-berlin, Tessa Hartig | 22.11. 2019, Haus der Demokratie und Menschenrechte, gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung Berlin.

Ulrike Düregger & Band

Soundcloud U.Düregger
  • 2019 – Aufnahme von 3 Songs (Eigenkompositionen) im Planet Earth Studio Berlin (Foto)
  • 2019 – Mitwirkung mit FemJamCollectiv am 8.März in der Werkstatt der Kulturen, kuratiert von Jarita Freydank
  • 2017 – Aufnahme und Gründung „ConakryBerlinCollectif“, Guinee-Conakry
  • 2016 – CD Aufnahme „Mittlaweile“
  • 2014-16 Duo Mezzo
  • 2010 – 12 „on Tour“ mit Twana Rhodes & Band
Female Refugees Warten auf Go.Dot- ein dramatischer Emphatie-Raum

Trailer

Performances

Februar 2019 und Juni 2018 (Uraufführung) im Acker Stadt Palast, Ackerstraße 169/170, Berlin-Mitte,

Team

Konzept, Regie, Textfassung: Ulrike Düregger; Schauspiel: Gülcan Cerdik, Ulrike Düregger, Nadine da Cruz Oliveira; Bühne, Kostüm: Compagnie  Bühnen- und Kostümberatung: Silvia Albarella; Bewegungs-Coach: Marcelo Omine, Produktionsfotos: Philipp Jeske; Licht und Ton: Marcelo Schmittner, Presse: Kerstin Böttcher. Eine Produktion von Ulrike Düregger & Compagnie und Total Plural e.V. in Kooperation mit Terre des Femmes. Die Theaterproduktion ist eigeninitiativ und leider ohne Fördermittel zustande gekommen.

(english version below)

„Wenn Männer etwas tun, ist es politisch, wenn Frauen etwas tun, ist es privat“

Annäherung auf Augenhöhe und Diskursgerechtigkeit

In der öffentlichen Wahrnehmung und auch künstlerischen Auseinandersetzung von Geflüchteten spielen Frauen meistens keine Rolle. Oder aber sie werden schnell in die Position des „verschleierten und unterdrückten Opfers“ gedrängt. Das Projekt wagt eine Annäherung auf Augenhöhe und eine Diskursgerechtigkeit. Über einen Zeitraum von mehr als acht Monaten haben die drei Schauspielerinnen von Ulrike Düregger & Compagnie mit einer Gruppe von Frauen in einer Unterkunft gemeinsam Zeit verbracht. Es wurde erzählt, mit gelitten, gelacht und gehofft. Das Ziel war, für die Produktion „biografisch gesättigte Stimmen“ zu finden. Den Frauen wurde von Anfang an die Absicht des Theaterstücks erklärt. Die Stückentwicklung basiert auf den Notizen und Aufzeichnungen sowie Recherchen dieser Zeit und stellt die Frage in den Mittelpunkt: Wie erleben Frauen Flucht? Mit dem Einverständnis zur Dramatisierung persönlicher Fluchtgeschichten entstand  ein performativer Prozess aus genderspezifischem Blickwinkel mit dem Anspruch einer poetischen Ästketik. Dynamische Elemente des zeitgenössischen Sprechtheaters wurden mit choreografierten Körperbildern und einer Soundcollage verwoben. Die  Textfassung (Ulrike Düregger) eröffnet schnell den Zugang zu authentischen Erfahrungen, die die drei Protagonistinnen mal an entlegene Orte, ihre Herkunftsländer, mal ind das sinnentleerte Hier und Jetzt führen.

www.ackerstadtpalast.de/
www.frauenrechte.de/online/index.php

„When men do something, it’s politics, when women do something, it’s private.“

Approach on eye level and justice in discussion

The theatre production dares an approach on eye level. For eight months the three actresses of Ulrike Düregger & Compagnie talked to different women in a refugee camp. The play-development is based on notes of these conversations with the so-called « Female New Berliners » and puts the question « How do women go through escape? » in the forefront. With the agreement of dramatization of these personal stories of escape a performing process with a gender-specific perspective comes into beeing and focuses on female refugees experiences and  perceptions. The reflection of Becketts Waiting for Godot honours his recognition in the arabic speaking theatre world. The public talks after the performances, organised in collaboration with the organisation Terre des Femme, are an invitation to come into contact with each other, to share experiences and to develop common understanding.

SDG – Sénégal Deutschland Générateurs | Musik-Tanz-Theater

Das künstlerisch bilaterale Austausch-Projekt bestand aus 2 Begegnungen von je zwei künstlerischen Gruppen. Im Aug./Sept.2018 fand die 1. Begegnung in Louga/SEN, Foto, statt. 2 Künstlerische Leiterinnen, Ulrike Düregger & Nadine da Cruz Oliveira und fünf deutsche Teilnehmer*innen trafen auf ihre senegalesischen Kolleg*innen. Es wurde zum SDG Wasser und sanitätre Anlagen recherchiert, indem u.a. Locals befragt wurden und die Gruppe in einen starken Austausch miteinander gingen. Nach zwei Wochen intensiver Probenarbeit und im Kollektiv mit den beiden künstlerischen Leitern Khalifa Fall und Bamba Fall fand die 1. Präsentation Anfang Sept. 2018 im Centre Culturel de Louga vor einem begeisterten Publikum statt.

In der Zwischenphase, bis zur 2. Begegnung, blieben die beiden Gruppen in einem regen Austausch miteinander in Kontakt.

Im April/Mai 2019 fand die 2. oder Rück-Begegnung der senegalesischen Kolleg*innen in Berlin/D statt. Wir forschten weiterhin künstlerisch zum SDG Wasser und sanitäre Anlagen und entwickelten dazu ästhetische Positionenen. Am 05.05.2019 sollte im TAK, Theater Aufbau Kreuzberg, die Performance präsentiert werden. Leider tauchten 3 Teilnehmer*innen aus dem Team Senegal vorher unter. Die You Tube-Videos zeigen Eindrücke aus der 1. Begegnung.

Gefördert von Engagement Global, Programm „weltwärts – außerschulische Begegnungen im Kontext der Agenda 2020“ und LEZ, begleitet von der BKJ e.V.

Kurzfilm Dokumentation
Vision of the Newcomers Reloaded – Black Berlin Biennale

In Kooperation mit AfroTak/cybernomads und dem Panda Theater, Sept.2018. Szenische Lesung verschiedenster Texte zu Negritude, Oury Jallo-Prozess und Lyrik der Performer.